"... am Sonntag Morgen sahen wir zwei Leichen vor unserer Kirche ..."

04.10.2012 10:14

"Es tut gut von euch zu hören. Vielen Dank für euer Anteilnehmen und eure Gebete. Nach zwei Monaten ohne Internet funktioniert es jetzt wieder uns wir können kommunizieren. Dank sei Gott, dass wir als Familie und Gemeinde bisher sicher sind. Es gibt hier eine Menge an Herausforderungen und eine Menge an Fragen, aber unser tägliches Gebet als Familie ist Psalm 91.

Die letzten paar Tage waren hart und der Höhepunkt war Samstag-Nacht, mit einer Menge an Bombardierungen und Zusammenstößen von Rebellen und Soldaten vor unserem Kirchengebäude ... Und am Sonntag Morgen sahen wir zwei Leichen vor unserer Kirche. Um 9 Uhr haben sie sie weggeschaft und um 10 Uhr hatten wir Gottesdienst mit 56 Leuten - die meisten kamen zu Fuß. Vorher war der Besuch an jedem Sonntag bei 210-220. Die meisten Leute können wegen der Situation nicht kommen. Es gibt keine Sicherheit mehr. Wir haben einen Mangel an Benzin, deshalb sind die Taxis extrem teuer.

Wirtschaftlich geht es sehr schlecht. Es gibt überhaupt keine Arbeit. Die jungen Leute gehen weg und als Gemeinde verteilen wir Lebensmittel für die Bedürftigen. Das haben wir jetzt zum vierten Mal mit Lebensmittel-Paketen gemacht, sie enthalten Zucker, Reis, Öl zum Kochen, Waschmittel, Milch für Kinder, Thunfisch-Dosen ...

Während der Woche haben wir keinerlei Gottesdienste mehr. Auf eine Art ist das Gemeindeleben gelähmt und die einzige Veranstaltung ist der Sonntag-Morgen-Gottesdienst und das Verteilen von Lebensmitteln. Und natürlich auch ganz allgemein, dass wir versuchen den Menschen zu helfen, so weit wir können.

Eure Anteilnahme und Gebete ermutigen uns. Bitte betet weiter! Und vielen Dank von mir auch auch alle Brüder und Schwestern, die für uns beten.

Gott ist groß. Der HERR ist unser Schutz, unsere Hoffnung und Zuflucht.

Mit den besten Wünschen und Gebeten ..."