Besserung der Lage in West-Aleppo: Gebet für baldiges Ende der Kämpfe

02.12.2016 17:09

In einem Schreiben über die aktuelle Situation in Aleppo (vom 1. Dezember) schreibt uns der Präsident der Armenisch-Evangelischen Gemeinden in Syrien (Rev. Harout Selimian) folgende Neuigkeiten. Er bezieht sich dabei auf die Situation in West-Aleppo, dem Gebiet, in dem die meisten Christen leben:

  • "Wir danken Gott für all seine Segnungen und für die Wunder, die wir jeden Tag erleben dürfen. Wir freuen uns, dass wir euch mitteilen können, dass die Situation in Aleppo sich in den letzten Tagen verbessert hat."
  • Seit letztem Freitag hat die Syrische Armee Fortschritte gegen das islamistische Jaish al-Fatah Milizen-Bündnis im Osten Aleppos gemacht.
  • Mehrer Stadtteile im Osten wurden von der Syrischen Armee erobert. Er soll angeblich um ein Gebiet gehen, in dem bis zu 90.000 Menschen (Zivilisten) wohnten.
  • Die Syrische Armee versucht das Momentum auszunutzen und weiter vorzustossen
  • Nach Regierungsangaben haben etwa 500 Rebellenkämpfer das Angebot von freiem Abzug angenommen und ihre Waffen niedergelegt.
  • Auf einigen Gebieten gibt es Fortschritte: Zum ersten Mal seit 2012 hatten Sie in ihrem Stadtviertel in Westaleppo eine ganze Woche am Stück wieder normale Wasserversorgung !!
  • Trotz all dieser Entwicklungen gibt es natürlich immer noch Granatenbeschuss aus dem Osten Aleppos auf die westlichen Stadtteile, wo auch viele Christen wohnen. Immer noch gibt es auch dort Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung.
  • "Wir beten für ein Ende dieses Krieges und dass wir weiter in der Lage sein werden als Syrer miteinander zu leben und nicht als Angehörige der einen Bevölkerungsgruppe getrennt und mit fast keinem Kontakt zu anderen Bevölkerungsgruppen. Als gläubige Christen müssen wir uns genau dafür einsetzen und weiter für alle anderen offen sein. Wir sind doch alle zum Ebenbild Gottes geschaffen."

 

Beten wir in diesem Sinne doch für ein baldiges Ende der Kämpfe - nicht nur um unserer Glaubensgeschwister willen, sondern auch um der Zivilbevölkerung im Osten Aleppos willen, deren Situation sehr schwierig ist!