Gekidnappte Christen in Syrien wieder frei -

26.09.2012 11:39

Rom/Italien, 26.09.2012 (Kipa/CBS)   Die in Syrien gekidnappten griechisch-katholischen Christen sind nach Angaben ihres Patriarchen Gregoire III. Laham wieder frei. Bewohner ihres Dorfes Rableh hätten die Freilassung durch Verhandlungen mit den bewaffneten Entführern erreicht, sagte der Patriarch am 25. September dem Sender Radio Vatikan.

 

Christen waren in zwei Gruppen am 24. und 25. September in der Gegend von Homs nahe der libanesischen Grenze verschleppt worden. Zunächst wurde vermutet, es gehe um die Erpressung von Lösegeld; auch war von insgesamt 280 Personen die Rede.

 

Zweck der Entführung war nach Auffassung von Gregoire III., "ein bisschen Feuer zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften, Christen und Muslimen, zu schüren". In Rableh lebe eine griechisch-katholische Mehrheit mit maronitischen Christen und muslimischen Alawiten zusammen. Letztere seien der "neuralgische Punkt".

 

Konflikt schüren

Es gebe eine Tendenz, die Christen in den Konflikt hineinzuziehen, um einen Bürgerkrieg zwischen Glaubensgemeinschaften daraus zu machen: "Das müssen wir absolut verhindern. Alle Anstrengungen von uns Patriarchen, Bischöfen und Politikern müssen darauf zielen, einen Bürgerkrieg und ein Bruderkrieg zu verhindern", so der Kirchenführer.

 

Patriarch Gregoire III. betonte, die Geiseln seien allein durch Verhandlungen freigekommen. Bewohner des Dorfes hätten Kontakt mit den Entführern aufgenommen und ihnen klargemacht, dass sie alle Nachbarn seien. "Ich war immer überzeugt, dass einen Dialog zu führen und Freundschaften vor Ort viel helfen", so der Patriarch wörtlich.

 

Quelle: Katholische Internationale Presseagentur KIPA, Zürich/Freiburg i.Ue.

Artikel-Recherche: CBS KULTUR INFO, Basel/Schweiz