Heizöl für Familien in Aleppo - "ein Bild, das wir ein Jahr lang nicht mehr gesehen haben ..."

30.11.2013 20:39

Hier in freier Übersetzung ein Schreiben, das uns gerade aus Syrien erreicht hat:

 

Liebe Freunde,

heute ist mein zweiter Tag in Damaskus. Es ist eine Stadt der Spannungen und der negativen Erwartungen. Man kann immer wieder die Geräusche von Maschinengewehren und von Explosionen hören. Hauptthema für die Menschen hier sind die großen Beschädigungen, die die Granaten verursachen, und die Frage, wo wohl die nächste einschlägt.  

Die fundamentalistischen Kämpfer, die Qara während des Kampfes letzte Woche verlassen haben, kamen nach Der Ateih (etwa in der Mitte der Autobahn zwischen Damaskus und Homs), sie suchten nach Christen in dem kleinen Ort, die ihn eilig und im Stillen verlassen hatten. Die Militanten verursachten große Zerstörung an einer Kirche dort, und sie haben 26 Christen getötet. Zur gleichen Zeit haben auch viel Granaten ein altes Kloster in Sednayh, nahe bei Damaskus, getroffen.

Aleppo hat nun nach 10-14 Tagen (je nach Wohngebiet) endlich wieder Strom und Wasser! Mit Nahrungsmitteln ist es immer noch besser als es vorher war und eine Straße in die Stadt ist immer noch offen (unter Regierungskontrolle).

Unter den Christen wird viel über das Thema Emigration geredet. Sollten wir gehen? Sollen wir bleiben? Was wird auf uns zukommen? Und während bisher hauptsächlich junge Männer emigriert sind, planen nun Familien, das Land zu verlasse.

In dem Photo unten sieht man ein Bild, das wi fast ein Jahr lang nicht mehr gesehen haben in Aleppo: Die Regierung versucht, jeder Familie 250 Liter diesel zum Heizen zu geben - zum Preis etwa eines Monatslohnes.  

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