Sie mussten "nur" 27 Checkpoints passieren ...

05.03.2013 15:40

Folgende Nachricht erreichte uns am Wochenende aus einer der Gemeinden in Aleppo:

 

Liebe Brüder und Schwestern,

eine weitere Woche ist hier in Aleppo für uns zu Ende gegangen, einer Stadt mit täglich unglaublicher Situation. Aber auch diese Woche ging vorüber mit dem Schutz unseres HERRN für jeden von uns.
Am Montag kam einer unserer Bürder und erzählte mir von seiner Wohnung, die er letzte Woche während heftiger Kämpfe verlassen musste. Jetzt wird sie von Militärkräften benutzt. Ich habe mit ihm gebetet, dass der Herr sie bewahrt und auch die Möbel darin.

Diese Woche hatte wir zwei gesegnete Aktionen:

Die erste war am Montag, als wir Nahrungsmittelpakete in der Kirche verteilten für die Gemeindemitglieder und für einige andere Familien.

Die zweite war am Freitag, wo wir unsere medizinische Klinik in der Kirche begonnen haben. Wir benutzen, einen kleinen Raum, der normalerweise während unserer Veranstaltungen für die Kinder genutzt wird. Diese kleine Klinik ist ein alter Traum von uns, jetzt haben wir uns entschlossen damit zu beginnen, weil die Nöte um uns herum so groß sind. Wir haben jetzt angefangen mit nur einem Arzt, der für 2 Stunden jeden Freitag hierherkommt. Wenn wir sehen, wie es anläuft, können wir die Zeiten ausweiten oder die Anzahl der Tage oder evtl. sogar die Zahl der Ärzte.

Nächste Woche werde ich versuchen mit einigen Ärzten zu sprechen, ob wir - falls nötig - Patienten von unserer Klinik zu ihnen weiterverweisen dürfen, und sie evtl. zu besonderen Konditionen behandelt werden.

Ich danke dem Herrn für die seine Bewahrung für ..., die in unser Dorf hinausgereist sind. Es liegt etwa 60 km außerhalb von Homs und etwa 300 km hier von Aleppo. Sie mussten durch die "heissesten" Gebiete reisen, aber nach 6 Stunden kamen sie sicher an. Sie erzählten mir, dass sie "nur" 27 Checkpoints passieren mussten ...

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Der Winter geht langsam, aber der Krieg ist immer noch in der Stadt, und die tragischen Geschichten und Nöte nehmen immer noch zu. Welche Art von Schwierigkeiten auf uns zukommen, wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist, dass unser Herr immer gut und treu bleiben wird. Und wir hoffen mit der Hilfe des Heiligen Geistes unseren Dienst hier weiterführen zu können, denen zu helfen, die Barmherzigkeit und die Berührung durch unseren Herrn Jesus brauchen.

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Danke für eure Gebete und eure Liebe.