Gemeinde in Aleppo von Mörsergranate getroffen

01.02.2016 11:10

 

 

Es ist eine traurige Nachricht: Am Sonntag, den 17.  Januar 2016, schlug am frühen Nachmittag in das Dach der armenisch-evangelischen Emanuel-Gemeinde in Aleppo (Syrien) eine Mörsergranate ein, die beträchlichen Sachschaden anrichtete.

Allerdings gibt es viel Grund zur Dankbarkeit: Sowohl der Gottesdienst an diesem Morgen als auch das anschließend stattfindende Jugendtreffen waren bereits beendet, als die Granate einschlug. So gab es weder Todesopfer noch Verletzte.

Die Emanuel-Gemeinde in Aleppo ist eine der ältesten armenisch-evangelischen Gemeinden im Nahen Osten überhaupt – und die älteste außerhalb des Staatsgebietes der heutigen Türke. Sie wurde bereits 1852 gegründet – das heutige Kirchengebäude 1923 errichtet.

Der Hilfsbund arbeitete schon vor 100 Jahren mit der Gemeinde in Aleppo zusammen. Und seit Ausbruch der Kämpfe um Aleppo 2012 hatte man den wichtigen sozialen und seelsorgerlichen Dienst der evangelischen Gemeinde mit finanzanziellen Mitteln unterstützt.

Trotz der Betroffenheit über die Zerstörung, reagierten einige Gemeindeglieder mit unbeirrter Zuversicht: “Wir werden jetzt erstmal die wichtigsten Dinge aus dem Kirchenraum ins Kellergeschoss räumen – und dann dort unsere Veranstaltungen abhalten. Wir sind dankbar, dass niemand verletzt wurde – ein Gebäude kann man irgendwann wieder aufbauen.”