Lage in Aleppo

08.02.2016 15:14

Einer unserer Projekt-Partner aus Aleppo schrieb uns am Wochende folgende Nachricht. Er berichtet aus seiner Sicht über die Reaktionen auf die Offensive der Regierungstruppen, die viele in die Flucht Richtung türkischer Grenze getrieben hat:

 

Liebe ... 

vielen Dank für eure freundlichen unterstützenden Gebete.  

Aleppo ist jetzt unter ernsten Angriffen von den Rebellen – hauptsächlich unsere christlichen Wohngebiete.

Zig Häuser sind beschädigt worden und es man kann dort nicht mehr drin wohnen.

Wir sind in einer verzweifelten Lage hier. Alle armenischen und christlichen Familien haben Angst, was als Nächstes kommt und wohin man dann kann?

Nach der Rückeroberung und Einnahme der besetztes Dörfer im Norden Aleppos, hat die Regierung einen schmalen Korridor für die Rebellen gelassen, um Richtung Türkei zu fliehen.

Tatsächlich fliehen Hunderte und die Zurückbleibenden im Umland von Ost- und West-Aleppo sind frustriert und versuchen in ihrer Wut etwas zu unternehmen. Das Einzige, was ihnen da bleibt ist, uns zu attackieren.

Wir als Gemeinde stehen zu unserem Land und helfen den Familien, wo wir können. Obwohl wir die Menschen nicht dazu ermutigen, wegzugehen, können wir doch wenig tun, um sie aufzuhalten. Wir tun unser Bestes, aber die Kämpfer und Rebellen sind in keiner Weise offen dafür SEINE Stimme zu hören und den Frieden des Herrn zu empfangen.

Der Gedanke daran ist vielleicht nicht unbedingt naheliegend, aber wir beten täglich für unsere Feinde und gehen als Gemeinde und als Gemeinschaft die „zweite Meile“ mit

Das Leben ist sehr riskant und die Zukunft sieht düster aus. Zur gleichen Zeit aber haben wir immer noch den Glauben, dass unser Herr die Kontrolle über alles hat.

An jedem Tag sehen wir dem Tod ins Angesicht, aber der Herr erhält uns in seinen Händen des Friedens.

Bitte betet weiter für uns. Wir treffen uns vor seinem Thron,

In der Gnade des Herrn,

Euer ..........