Update zu Aleppo

23.08.2016 10:58

 

Die Situation in Aleppo ist nach wie vor dramatisch. Um die wichtigen Zugangswege zur Stadt im Süden Aleppos (manche sprechen von der „Hauptschlagader“ Aleppos) gibt es nach wie vor sehr heftige Kämpfe. Die Rebellen versuchen, diesen – derzeit einzigen – Zugang zum Osten der Stadt unter allen Umständen zu halten. Dies ist ihnen bisher auch gelungen – wenn auch unter sehr großen Verlusten. Da dieser Zugang zum Osten der Stadt allerdings nach wie vor umkämpft ist, ist eine Versorgung der Bevölkerung im Osten der Stadt unter diesen Umständen – ohne eine Feuerpause – nicht möglich. Russland – als Verbündeter der syrischen Regierung - hat grundsätzlich einer 48-Stündigen Feuerpause in dieser Woche zugestimmt, wenn sichergestellt ist, dass humanitäre Hilfslieferungen beide Bereiche (Osten UND Westen) der Stadt erreichen. Nach Aussagen unserer Partner in Aleppo, hat sich die Lage der Christen, die im von der Regierung gehaltenen Westen der Stadt leben, in den letzten Tagen um „vielleicht 10% verbessert“. Nachdem sie durch die Rebellenoffensive im Süden der Stadt zunächst ganz von der Außenwelt abgeschnitten worden waren, hat die Regierung im Norden der Stadt nun eine andere Route geöffnet. Diese ist allerdings nicht ungefährlich und nur unter großem Aufwand kann man reisen bzw. Hilfslieferungen ins Stadtzentrum bringen. Durch den begrenzten Zugang sind deshalb z.B. die Preise für Lebensmittel etc. noch immer sehr sehr hoch!

Ausdrücklich bedanken sich unsere Glaubensgeschwister in Aleppo ganz herzlich für alle Grüße und Gebete – und bitten darum, weiter an sie zu denken – und für alle vom Krieg Betroffenen zu beten!

 

Zum Hintergrund hier der Hinweis auf einen Video-Kommentar von heute auf welt.de/N24  von Michael Lüders: „Zivilbevölkerung Aleppos als Geisel genommen“ (Video ist in Mitte des Artikels eingebettet): https://beta.welt.de/politik/ausland/article157814301/Merkel-nennt-Lage-in-Aleppo-grauenvoll.html